- Brustzentrum am Städtischen Krankenhaus Pirmasens etabliert Ultraschall‑gesteuerte Brustoperationen – Höhere Sicherheit und Präzision minimiert Folgeoperationen
- Schwerpunkte auf Ausbildung von Fachkräften für die gynäkologische Onkochirurgie sowie stärkere Einbindung niedergelassener Gynäkologinnen und Gynäkologen
- Dr. med. Hamid Huschmand Nia tritt neu geschaffene Position der Sektionsleitung Brustzentrum und Gynäkologische Onkologie an
Pirmasens, 17. März 2026. Dr. med. Hamid Huschmand Nia hat am Städtischen Krankenhaus Pirmasens zum 1. Februar 2026 die neu geschaffene Stelle des Sektionsleiters Brustzentrum und Gynäkologische Onkologie angetreten. Bereits vor 16 Jahren hatte er in seiner vierjährigen Verantwortung als Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe (heute: Gerald Staudenmaier) das Brustzentrum maßgeblich mit aufgebaut. In seiner jetzigen Funktion möchte der hocherfahrene Gynäkologe und Senior-Mammaoperateur das Pirmasenser Brustzentrum qualitativ und quantitativ weiterentwickeln. Dazu gehören die Etablierung der Ultraschall‑gesteuerten Brustchirurgie, die verstärkte Ausbildung von Senior‑Mammaoperateuren und Chirurgen für die große gynäkologische Onkologie sowie die stärkere Einbindung niedergelassener Gynäkologinnen und Gynäkologen in einem Qualitätszirkel.
Vor Ort werden zudem große gynäkologische Karzinom-Operationen durchgeführt – dabei handelt es sich um ausgedehnte, hochanspruchsvolle Eingriffe zur vollständigen Entfernung bösartiger Tumoren bei der Frau.
Diagnostik, Therapie, Nachsorge: Ein in Pirmasens hausübergreifend gewachsenes Expertennetzwerk bietet Patientinnen hochwertige Versorgung ohne aufwändiges Pendeln. Dazu gehören insbesondere und jeweils direkt benachbart die Praxis für Strahlentherapie unter der Leitung von Dr. Adrian Staab und die PfalzOnko-Praxis von Dr. Nicole Adrian. Darüber hinaus besteht hausintern im gesamten Spektrum der plastisch-rekonstruktiven Mammachirurgie eine besonders enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie.
Zertifizierte Brustzentren beraten und betreuen Frauen umfassend zur Brustgesundheit; sie decken das komplette Spektrum der Früherkennung, histologischen Abklärung, Operation und Nachbehandlung des Brustkrebses ab. Dabei gewährleisten interdisziplinäre Teams aus Gynäkologie, Chirurgie, Onkologie, Radiologie, Pathologie und Strahlentherapie eine Diagnostik und Therapie nach hohen Qualitätsstandards. Bereits seit 2010 verfügt das Städtische Krankenhaus Pirmasens über ein Brustzentrum, das von der Deutschen Krebsgesellschaft regelmäßig überprüft und rezertifiziert wird; seither wurden dort rund 2.000 Patientinnen behandelt.
Nachoperationen vermeiden
Das Pirmasenser Brustzentrum setzt unter neuer Leitung auf Ultraschall‑gesteuerte Brustoperationen. Das innovative Verfahren verbessert gegenüber herkömmlicher Drahtmarkierungslokalisation die Präzision bei der Entfernung von Tumoren und reduziert das Risiko von Nachoperationen. Dabei wird während der Operation die betroffene Stelle gerade bei nicht tastbaren Herden unter Ultraschall in Echtzeit visualisiert, so dass der Schnitt genau geplant und gesundes Gewebe geschont werden kann; zudem erfolgt der Eingriff strahlungsfrei.
Nachwuchs ausbilden – Standortattraktivität erhöhen
Qualifizierte Ausbildungsmöglichkeiten erhöhen die Qualität der Versorgung und machen das Städtische Krankenhaus Pirmasens für Nachwuchskräfte attraktiv: Bei gutem Entwicklungsangebot kommen junge, engagierte Ärztinnen und Ärzte nach. Seit rund 20 Jahren berechtigt zur Weiterbildung in gynäkologischer Onkologie, bildet Dr. med. Hamid Huschmand Nia vor diesem Hintergrund am Standort Pirmasens die nächste chirurgische Generation aus. Unter seiner Leitung befinden sich aktuell zwei Oberärzte im Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie und in der Brustkrebs-Therapie in Weiterbildung.
Kommunikation weiter verbessern
Eine gute Kommunikation ist entscheidend für eine erfolgreiche Brustkrebsversorgung. Daher setzt das Brustzentrum Pirmasens auf eine enge Verzahnung von hochspezialisierten Fachbereichen, Praxen und Einrichtungen. In einer wöchentlichen Tumorkonferenz wird jeder einzelne Fall fachübergreifend besprochen – regelmäßig beteiligt sind dabei insbesondere Gynäkologie, onkologisch-internistische Medizin, Radiologie, Strahlentherapie und Pathologen (teils online zugeschaltet). Künftig sollen auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte virtuell teilnehmen können, um bei der Behandlung ihrer Patientinnen involviert zu bleiben. Zudem treffen sich Ärztinnen und Ärzte aus Krankenhäusern sowie niedergelassene Kolleginnen und Kollegen alle drei Monate in einem neuen Qualitätszirkel zum fachlichen Austausch.
Hoher Wert liegt darüber hinaus auf einer betont engen, empathischen und leicht verständlichen Kommunikation mit den Patientinnen und ihren Angehörigen – Dr. Huschmand Nia hierzu: „Die Therapie gelingt am besten, wenn auch die Angehörigen der Patientinnen in klarer und verständlicher Sprache informiert werden.“ Regelmäßig finden außerdem Informationsabende zu einschlägigen Themen statt.
Sehr gut aufgestellt – stetig verbessern
„Unser erklärtes Ziel ist es, Frauen nach heutigem Standard heimatnah die bestmögliche Früherkennung und Behandlung anzubieten. Das Brustzentrum Pirmasens agiert hierzu bereits seit langem auf sehr hohem Niveau und in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit“, betont Dr. med. Hamid Huschmand Nia. „Darauf wollen wir künftig aufbauen und uns qualitativ stetig weiterentwickeln – mit noch höherer Zufriedenheit unserer Patientinnen und höheren Fallzahlen.“
„Dr. Huschmand Nia ist eine Riesenbereicherung für alle an Brust- oder Unterleibskrebs erkrankten Frauen in der Region Pirmasens“, sagt Gerald Staudenmaier, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe. „Er vereint fachliche Expertise mit viel Empathie – ein Gewinn für das Städtische Krankenhaus Pirmasens und die gesamte Südwestpfalz.“
„Wenn Brustkrebs früh erkannt und richtig behandelt wird, können heute 80 von 100 Patientinnen geheilt werden und dies meist brusterhaltend. Die Betreuung im Brustzentrum bietet hierfür beste Voraussetzungen – von der sorgfältigen Diagnose über die individuelle Therapieplanung bis hin zur einfühlsamen Nachsorge durch ein interdisziplinär aufgestelltes Team“, erklärt Christian Koob, Geschäftsführer der Städtisches Krankenhaus Pirmasens gGmbH. „Die Einführung der neuen Sektionsleitung soll die strategische Weiterentwicklung unseres Brustzentrums sichern. Wir freuen uns sehr, mit Dr. med. Hamid Huschmand Nia einen äußerst erfahrenen Gynäkologen und Senior-Mammaoperateur für diese Leitungsposition gewonnen zu haben.“
Ergänzendes zum Städtischen Krankenhaus Pirmasens
Als regionales Akutkrankenhaus versorgt das im Jahr 1988 erbaute Städtische Krankenhaus Pirmasens die Patienten der Stadt Pirmasens, der umgebenden Südwestpfalz und des Saarpfalz-Kreises. Durch die Fusion mit dem St. Elisabeth Krankenhaus Rodalben, mit Wirkung zum 1. Januar 2022, erhielt die Städtisches Krankenhaus Pirmasens gGmbH die Einstufung zum Schwerpunktversorger.
Zum Leistungsspektrum am „Standort Pirmasens“ gehören die Allgemein- und Viszeralchirurgie, Allgemeine Innere Medizin, Gastroenterologie und Diabetologie, Anästhesiologie, Intensiv-, Notfallmedizin und Schmerztherapie, Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin, Gynäkologie und Geburtshilfe, Kardiologie, Kinder- und Jugendmedizin, Plastische und Handchirurgie, Psychiatrie und Psychotherapie, Radiologie, Unfallchirurgie und Orthopädie sowie Urologie und Kinderurologie. Darüber hinaus befasst sich ein zertifiziertes Krebszentrum mit der Vorsorge, Diagnose und Therapie von Brustkrebserkrankungen. Die Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie ist als Regionales Traumazentrum des TraumaNetzwerkes Saar-(Lor)-Lux-Westpfalz zertifiziert und sichert die Behandlung schwer verletzter Patienten auf höchstem Niveau; als EndoCert-zertifiziertes EndoProthetikZentrum ist sie zudem Mitglied im Endoprothesenregister Deutschland (EPRD). Zudem verfügt der „Standort Pirmasens“ über ein Darm-, Diabetes- und ein Schilddrüsenzentrum.
Der „Standort Rodalben“ verfügt über die Fachabteilungen Anästhesie, Innere Medizin und interdisziplinäre Intensivmedizin, Konservative Orthopädie und Spezielle Schmerztherapie sowie Operative Orthopädie und Unfallchirurgie (ebenfalls als Endoprothetik-Zentrum zertifiziert).
Die Tochtergesellschaft „MVZ Städtisches Krankenhaus Pirmasens gGmbH“ betreibt ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) mit Fachpraxen für Chirurgie (Pirmasens und Rodalben), Gynäkologie (Pirmasens und Zweibrücken), Kinderheilkunde (Pirmasens und Dahn) und Urologie.
Zusammen beschäftigen beide Standorte mehr als 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verfügen über insgesamt 574 Betten/tagesklinische Plätze. Weitere Informationen unter https://kh-pirmasens.de.
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