- International renommierter Bildhauer verbindet im Forum ALTE POST eigene Werke mit persönlichen Entdeckungen aus dem Fundus des Museums Pfalzgalerie Kaiserslautern
- Der kunst & kultur pirmasens e. V. initiiert die Ausstellung – Die Stadt Pirmasens macht im Forum ALTE POST einmal mehr Kunst in besonderem Ambiente und zu verlässlichen Öffnungszeiten erlebbar
(Forum ALTE POST Pirmasens, Poststraße 2, 27. November 2026 bis 10. Januar 2027)
Pirmasens, 28. Oktober 2026. Wer die Depots und Archive eines Museums durchstreift, kann auf Dinge stoßen, nach denen er gar nicht gesucht hat. Ein unbekanntes Gesicht, eine ungewöhnliche Geste, eine vertraute Landschaft oder eine überraschende Form wecken die Aufmerksamkeit und lassen neue Verbindungen entstehen. Dieses „glückliche, ungeplante Finden“ bezeichnet der englische Begriff „Serendipity“: Entdeckungen, die sich nicht erzwingen lassen, sondern aus Neugier, Zufall und einem aufmerksamen Blick erwachsen.
Dem Kunstverein Pirmasens ist gelungen, den international renommierten Bildhauer Stephan Balkenhol (*1957) zu gewinnen, der für seine vom 27. November 2026 bis 10. Januar 2027 im Forum ALTE POST präsentierte Ausstellung „Serendipity“ Zugang zu den Beständen des Museums Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) erhielt. Er durchstreifte mit seiner Familie die Sammlung und wählte Werke aus, die seine Neugier weckten und überraschende Beziehungen zu seinem eigenen Schaffen eröffneten. Zu den Fundstücken zählen u. a. eine Messingbüste von Hugo Ball, ein Selbstbildnis von Renée Sintenis, ein Torso von Wilhelm Lehmbruck sowie Landschaftsgemälde, Genrebilder und Stillleben aus den letzten drei Jahrhunderten.
Diesen Werken stellt der Künstler seine charakteristischen, aus dem Holz geschlagenen Figuren und Kopfsäulen, Bronzen und Reliefs gegenüber. So entstehen ungewöhnliche Konstellationen jenseits kunsthistorischer Chronologien: Gesten und Haltungen finden über Jahrhunderte hinweg ein Echo, Formen und Blicke treten in Beziehung, scheinbar Fremdes offenbart überraschende Verwandtschaften. Balkenhols Figuren werden dabei zu Beobachtern und treten in einen stillen Dialog mit den historischen Werken.
Aus dieser persönlichen Auswahl des bekannten Bildhauers entsteht ein eigenwilliges Kabinett in den Ausstellungsräumen des Forum ALTE POST – in Kooperation mit dem mpk und initiiert durch den Kunstverein. Die Werke werden nicht nach Epochen oder Gattungen, sondern nach ihren möglichen Beziehungen zueinander zusammenfinden.
Mit „Serendipity“ macht Stephan Balkenhol das glückliche Entdecken zum Ausgangspunkt seiner Ausstellung, die vertraute Kunstwerke in ungewohnten Zusammenhängen zeigt und dazu einlädt, auch für den Betrachter überraschende Verbindungen zu entdecken. Denn manchmal genügt eine neue Nachbarschaft, um etwas sichtbar werden zu lassen, das zuvor verborgen blieb.
Die Vernissage zu „Stephan Balkenhol: Serendipity“ findet am Freitag, 27. November 2026, um 19 Uhr im Forum ALTE POST statt; der Eintritt dazu ist wie immer frei.
„Mit dem Forum ALTE POST bietet die Stadt Pirmasens einen beliebten und ganz besonderen Rahmen für spannende Kunstbegegnungen“, sagt Denis Clauer, Kulturdezernent der Stadt Pirmasens. „Das ansprechende Ambiente, die sichere Präsentation der Werke und verlässliche Öffnungszeiten schaffen auch für die von kunst & kultur pirmasens e. V. organisierte Ausstellung ‘Serendipity‘ beste Voraussetzungen. Wir freuen uns darauf, einem breiten Publikum Stephan Balkenhols Kunst näherzubringen und gemeinsam zu entdecken, wie seine Arbeiten mit ausgewählten Werken der Pfalzgalerie-Sammlung aus den letzten drei Jahrhunderten in einen stillen Dialog treten.“
Ergänzendes zur Stadt Pirmasens
Erste urkundliche Erwähnung fand Pirmasens um 850 als „pirminiseusna“, angelehnt an den Klostergründer Pirminius. Der als Stadtgründer geltende Landgraf Ludwig IX. errichtete im heutigen Pirmasens die Garnison für ein Grenadierregiment, es folgten 1763 die Stadtrechte. Am südwestlichen Rand des Pfälzerwalds gelegen und grenznah zu Frankreich ist das rund 42.000 Einwohner zählende rheinland-pfälzische Pirmasens wie Rom auf sieben Hügeln erbaut. In ihrer Blütezeit galt die Stadt als Zentrum der deutschen Schuhindustrie und ist in dieser Branche heute noch wichtiger Dreh- und Angelpunkt; ihren Sitz in Pirmasens haben zum Beispiel die Deutsche Schuhfachschule und das International Shoe Competence Center (ISC). Zu den tragenden Wirtschaftsbereichen zählen unter anderem chemische Industrie, Kunststofffertigung, Fördertechnik-Anlagen und Maschinenbau. Pirmasens positioniert sich heute als Einkaufsstadt mit touristischem Anspruch und gut ausgestattetem Messegelände. Seit 1965 wird eine Städtepartnerschaft mit dem französischen Poissy gepflegt. Weitere Informationen unter www.pirmasens.de.
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